Historisches zum Kirchtag - Patronatstag St. Sixtus

St. Sixtus in Schliersee - Ziel des jährlichen Kirchtages bei der Überfahrt von Fischhausen (Schliersee Süd) nach Schliersee (Ort)
St. Sixtus in Schliersee - Ziel des jährlichen Kirchtages bei der Überfahrt von Fischhausen (Schliersee Süd) nach Schliersee (Ort)

Anmerkung zum Patron der Schlierseer Pfarrkirche Sixtus.

Wer war dieser Mann, geboren in Athen in Griechenland und verstorben am 6. August des Jahres 258 in Rom? Allzuviel ist nicht überliefert. Nach nur 11 Monaten und 6 Tagen im Amt als Bischof von Rom fiel Sixtus der Christenverfolgung unter Kaiser Valerianus zum Opfer. Die römischen Erlasse sahen die Todesstrafe vor, verweigerte man den (heidnischen) Göttern die Opfergaben. Er wurde zusammen mit vier Diakonen beim Gottesdienst in den Callistus-Katakomben verhaftet und enthauptet. Der Name Sixtus bedeutet im Lateinischen „s(e)xtus“ = der Sechste oder – wahrscheinlicher – im Griechischen „Xystus“ = der Geglättete. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wird Sixtus in die Reihe der „Päpste“ eingeordnet. Zu seiner Zeit gab es diesen Titel noch gar nicht.

 

Sixtus gilt als Patron für das gute Gedeihen der Trauben und der Bohnen. Ihn anzurufen hilft bei Hals-, Rücken- und Lendenschmerzen, so das Heiligenlexikon. Und er ist Patron der schwangeren Frauen. Der Legende nach soll er nach seiner Gefangennahme seinem Diakon Laurentius angewiesen haben, die Kirchenschätze an die Armen zu verteilen, ehe sie vom römischen Kaiser beschlagnahmt werden konnten. Daher stammen wohl auch die Attribute ‚Geldbeutel‘ oder ‚Geldstück‘. Auf Bildnissen trägt Sixtus II außer den Papstinsignien auch häufig ein Schwert, das auf seinen Märtyrertod hinweist. Bei größeren Darstellungen ist mit ihm stets der hl. Laurentius abgebildet, sein liebster Schüler und Diakon. Die eindrucksvollste Abbildung dieser beiden Personen findet sich im Vatikan in Rom, in der Capella Nikolaus V. (Quelle: ökumenisches Heiligenlexikon)